Der Gründungsgedanke des Kinderhilfswerks ergibt sich u.a. aus den Erlebnissen und Erfahrungen, die eine Anzahl Westerwälder Adoptiveltern bei der Adoption indischer Kinder aus der Obhut des Holy Cross Social Service Centres in Delhi gemacht haben.

Einige dieser Eltern hatten das Glück, daß sie das Kinderheim und die Arbeit der “Schwesten vom Heiligen Kreuz” vor Ort in Delhi erleben durften. Mit großer Bewunderung haben wir im Umfeld einer tiefen Armut das aufopfernde Engagement und die große Herzlichkeit der Schwestern im Holy Cross Kinderheim erlebt, mit der sie die kleinen, in ihre Obhut gegebenen Kinder pflegen, versorgen und betreuen.

Wohlwissend, daß sie angesichts der Vielfalt der materiellen Not nicht allen Bedürfnissen helfen können, betrachten die Schwestern ihre Arbeit nicht als einen “Tropfen auf den heißen Stein”, sondern als einen Tropfen, der zusammen mit der Hilfe vieler anderer zu einem großen Strom der Hoffnung, Hilfe und Liebe für diesen in Obhut gegebenen Kinder werden kann.

Wir haben die Schwestern des Holy Cross als starke, herzensliebe und von tiefem Grlauben getragene Frauen erlebt, die in der Sorge und Mühe um jeden einzelnen Menschen, aber besonders bei ihrer täglichen Arbeit für die ihnen anvertrauten Kinder in diesem überquellenden Land ihren Weg der Nachfolge Christi sehen.

Der Westerwald ist in Deutschland eine der Regionen, in den die Holy-Cross Schwestern die meisten Kinder zur Adoption freigegeben haben. Im Westerwald leben ca. 15 Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren aus diesem Heim.

Es bestanden und bestehen seit vielen Jahren gute und enge Kontakte der Adoptiveltern zu den Schwestern und der Heimleitung in Delhi; gleiches gilt auch für das Jugendamt und dessen Adoptions-vermittlungsstelle in Montabaur.
Unsere Erlebnisse in Delhi und die große Freude mit unseren indischen Kindern vom Holy Cross in Delhi regten uns an, mit Adoptiveltern und Freunden ein regionales Kinderhilfswerk des Westerwaldes zur Unterstützung der Schwestern des “Heiligen Kreuzes” zu errichten.

Wir wollen damit ganz im Sinne der Schwestern unseren “Tropfen” in den “Strom der Hoffnung” geben und so haben wir gemeinsam mit vielen Freunden und Bekannten im Jahr 2002 das Kinderhilfswerk gegründet.